• Ruth Fischer

Grenzen setzen


Vielen ist Dir bewusst, daß es hilfreich wäre, öfters Grenzen zu setzen.

Doch was heißt das genau? Und wie macht man das? Dem andern seine Grenzen zeigen?

1. Schritt: Grenzen erkennen

Hier geht es besonders darum, seine eigenen Grenzen selber zu kennen.

Häufig werden die Grenzen anderer als eigene wahrgenommen.

Doch was für den anderen passend ist, kann für einen selber "zu viel des Guten" sein.

Wenn also Mutter wieder mal ein wenig mehr gekocht hat und zum essen einlädt, dann freut sich der eine und der andere braucht einfach einen ruhigen Abend zu Hause.

Mit etwas Übung geht es leichter, eigene Grenzen zu erfühlen.

Frage Dich:

  • wie fühle ich mich in der aktuelle Situation (stresst die Einladung oder löst sie Freude aus)

  • mit was fühle ich mich wohl?

  • mit was nicht?

Hilfreich ist dazu eine kurze Pause: der Rückruf am Telefon, der Gang zur Toilette :-), um kurz in sich reinzuspüren, was in dieser Situation passend ist.

2. Schritt: Grenzen setzen

Nein sagen - ohne sich zu rechtfertigen

Viele neigen dazu, ihre Entscheidungen zu erklären. Zu erläutern, warum man dies oder jenes nicht mag. Damit der andere einen versteht (und trotz "nein" immer noch liebhat). D.h. man argumentiert oft aus dem Kopf.

Und da gibt es erfahrungsgemäß viele Argumente dafür und dagegen - eine herrliche Angriffsfläche für den anderen. ("Du kannst ja gleich nach dem Essen wieder gehen")

Versuche kurz und bündig zu sagen, "daß es für mich heute nicht passend ist" oder es sich

"für mich nicht stimmig" anfühlt. Kein anderer wie Du kannst entscheiden, was sich wie für Dich anfühlen sollte.

Und wenn Du klar bist, dass es für Dich nicht gut wäre, dann kommen interessanterweise auch keine Gegenargumente. Versuch es mal!

Foto: Pixabay: Wolfmen

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